Die 5 Geschäftsmodelltypen in der digitalen Welt

Autor: Alexander Disler

Bild 5 C Geschäftsmodelle

Bereits 2002 haben Wirtz & Becker in ihrer Arbeit das 4C-Net-Business-Modell für das E-Business beschrieben und dabei die folgenden vier Basis-Geschäftsmodelltypen

  • Content
  • Commerce
  • Context
  • und Connection

für das E-Business beschrieben. 2013 wurden die 4 C’s durch Afuah & Tucci noch durch das Element

  • Coordination

ergänzt. Diese fünf Geschäftsmodelltypen bieten traditionellen Unternehmen als auch Startups eine Vielzahl von neuartigen Geschäftsmodelle, da die Digitalisierung ein Treiber von Innovation ist. Ein Geschäftsmodell lässt sich, gemäss Osterwalder & Pigneur, zudem in

Business Model Canvas Nespresso / Innovationsmodell
Grafische Darstellung der Business Model Canvas

strategische Partner, Schlüsselaktivität, Schlüsselressourcen, Wertangebot, Kundenbeziehung, Absatzkanäle, Kundensegmente, Kostenstruktur und Einnahmequellen unterscheiden.

Siehe hierzu auch der separate Blog-Beitrag: Business Model Canvas

 

 

Diese fünf Geschäftsmodelltypen unterscheiden sich wie folgt:

Grafik mit den fünf digitalen Geschäftsmodellen
www.adigiconsult.ch

Content = Inhalt

Im Geschäftsmodell Content geht es um die Bereitstellung, Auswahl, Sammlung, Kompilierung und Auswertung von Inhalten auf einer eigenen Web-Plattform. Als Inhalt werden Informationen, News, Infotainment, Entertainment und Education angeboten.
Erlösmodelle: indirekter Ertrag mittels Werbung oder direkter Ertrag über Bezahlmodelle. Es gibt sehr wohl auch Mischformen, wie z.B. die Ersten drei Artikel sind kostenfrei, danach muss man für die gewünschten Informationen bezahlen oder allgemeine Informationen sind kostenfrei, recherchierte (tiefgründige) Artikel sind zu bezahlen.

 

Commerce = Handel

Im Geschäftsmodell Commerce geht es um alle Phasen eines elektronischen (digitalen) Kaufabschlusses, von der Anbahnung (Touch Points) über die Beratung, die Unterstützung, die Verkaufsverhandlung und der Abwicklung von Geschäftstransaktionen. Die einzelnen Geschäftsmodelle werden E-Tailing, E-Transactions, E-Bargaining, E-Attraction oder Service Broker genannt.
Erlösmodelle: meistens transaktionsabhängige, direkte oder indirekte Ertragsmodelle.

 

Context = Kontext / Zusammenhang

Im Geschäftsmodell Context geht es um die Klassifizierung  und Systematisierung der im Internet verfügbarer Informationen und Daten, dabei steht die Komplexitätsreduktion im Vordergrund. Durch eine Klassifizierung und Systematisierung werden dem User Orientierungshilfen zur Verfügung gestellt, welche entweder als Suchmaschine, als Webkatalog oder als Bookmarking ausgeführt werden.
Erlösmodelle: indirekter Ertrag mittels Werbung oder direkter Ertrag über die Aufnahmekosten des entsprechenden Inhalts.

 

Connection = Verknüpfung / Verbindung

Im Geschäftsmodell Connection geht es um den kommerziellen, technischen oder rein kommunikativen Informationsaustausch in Netzwerken oder der Cloud. Geschäftsmodelle sind sogenannte Communitys, wie xing.com, LinkedIn.com oder Gmail.com, aber auch Internet-Provider gehören in diese Gruppe.
Erlösmodelle: indirekter Ertrag mittels Werbung oder direkter Ertrag über die Verbindungskosten des Users.

 

Coordination = Abstimmung / Koordination

Im Geschäftsmodell Coordination geht es um den Termin-, Daten- und Informationsaustausch zwischen User, sowie um die Unterstützung und Zusammenarbeit des kooperativen Arbeitens in Teams oder Unternehmen / Organisationen. Die konkreten Geschäftsmodelle werden als Scheduling (= Terminabsprache, wie doodle.com), Teamwork (= webbasierte Computerunterstützung für kooperative Arbeiten) oder Supportive Collaboration (= im B2B-Bereich für gemeinsame Forschung- und Entwicklungsarbeiten) bezeichnet.
Erlösmodelle: indirekter Ertrag mittels Werbung oder direkter Ertrag über die Beitrittskosten des entsprechenden Dienstes.

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