Im Kontext der Qualitäts- und Risikomethoden steht APP für die Analyse potenzieller Probleme (Potential Problem Analysis, PPA). Es handelt sich um eine präventive Methode zur systematischen Identifikation und Bewertung möglicher zukünftiger Probleme sowie zur Ableitung geeigneter Gegenmaßnahmen.
Ziel der APP ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, bevor sie tatsächlich eintreten, und dadurch Störungen, Fehler oder Ausfälle proaktiv zu vermeiden.
Die Methode folgt typischerweise einem strukturierten Vorgehen:
- Beschreibung der geplanten Massnahme oder Situation
Klare Definition dessen, was umgesetzt oder verändert werden soll (z. B. neues Produkt, Prozessänderung). - Identifikation potenzieller Probleme
Systematische Sammlung möglicher Risiken oder unerwünschter Ereignisse («Was könnte schiefgehen?»). - Ursachenanalyse
Ermittlung der möglichen Ursachen für jedes identifizierte Problem. - Bewertung der Risiken
Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen. - Festlegung von Präventionsmaßnahmen
Definition konkreter Massnahmen, um das Auftreten der Probleme zu verhindern. - Festlegung von Notfallmassnahmen (Kontingenzpläne)
Planung von Reaktionen für den Fall, dass ein Problem dennoch eintritt.
Die APP wird häufig im Projektmanagement, in der Produktentwicklung sowie im Qualitätsmanagement eingesetzt. Sie ergänzt Methoden wie FMEA oder 5W, indem sie einen stärker vorausschauenden und handlungsorientierten Fokus hat.
Durch ihren präventiven Ansatz trägt die Analyse potenzieller Probleme wesentlich dazu bei, Risiken systematisch zu minimieren und die Umsetzung von Vorhaben robuster und zuverlässiger zu gestalten.