Synectics als Kreativmethode basiert auf Brainstorming und wurde von William Gordon entwickelt, ist jedoch anspruchsvoller und der Verlauf ist komplizierter, liefert aber genauere und detailliertere Problemlösungen. Grundgedanke ist, dass Probleme niemals mit derselben Denkweise gelöst werden können, durch die sie entstanden sind. Es werden dabei vertraute Muster und Lösungen reorganisiert, umstrukturiert, angepasst, in neues Wissen und neue Muster umgewandelt. Der aufwändige Verlauf von Synektik sorgt für aussergewöhnliche Ergebnisse, da Analogien in Stufenfolgen gebildet werden, indem man sich von dem Problem möglichst weit entfernt. Dann werden von Ende der Assoziationskette die Lösungen auf das eigentliche Problem übertragen.
Der Verlauf ist wie folgt:
- Das Problem wird anschaulich dargestellt und analysiert.
- Erste spontane Lösungen werden vorgeschlagen.
- Das Problem wird neu überprüft und neu formuliert.
- Vergleich zu direkten Analogien (spontan, ohne lange nachzudenken)
- Individualisierung – persönliche Analogien werden gebildet.
- Kontradiktion – symbolische Analogien werden vorgeschlagen.
- Zweite Bildung direkter Analogien.
- Die Analogien werden analytisch überprüft.
- Übertragung auf das Problem.
- Anpassung, Korrekturen und Entwicklung von Lösungsansätzen.
Diese Methode kann sowohl in kleineren Gruppen (3-4 Personen) als auch in mittelgrossen (bis 10 Personen) durchgeführt werden. (Stangl W., 2020 – Ideenfindung)