Das Mindmap (nach Buzan) beginnt, wie das Clustering, mit einem leeren Blatt Papier, in dessen Mitte das Thema platziert wird. Vom Kern-Wort gehen dann die Einfälle aus, die beim freien Mindmap nach Lust und Liebe um das Kern-Wort geordnet werden. Beim systematischen Mindmap wird das Thema notiert und die Schwerpunkte des Themas werden dann um das Thema herumgeordnet.
Mappingtechniken zur Unterstützung von Partner- und Gruppenarbeiten werden dazu genutzt, die im Rahmen einer Diskussion behandelten Gesprächsinhalte graphisch darzustellen. Durch die Visualisierung entsteht ein gemeinsamer Problemraum, auf den die Gruppenmitglieder im Verlauf der Diskussion immer wieder Bezug nehmen können. Jeder Teilnehmer behält auf diese Weise stets einen Überblick über den gesamten bisherigen Gruppenprozess. Man kann eine Mindmap auch in Form eines Spinnennetzes einsetzen, etwa wenn man allein oder in einer Gruppe Informationen zu einer konkreten Frage, einem Sachverhalt oder einem Problem sammelt, der in die Mitte eines grossen Blattes (mindestens DIN A3) geschrieben wird. Man sammelt nun Informationen und Wissen zu dieser Fragestellung und notiert diese in Kreisen um diesen Mittelpunkt, wobei man etwa in einer Gruppe andersfarbige Stifte benutzen kann, so dass die Einträge auch nachträglich den Personen zuzuordnen sind. In einer zweiten Runde wird den bereits gefundenen Informationen noch detaillierteres Wissen zugeordnet, also Informationen zweiter Ordnung, die ebenfalls in Kreisen notiert werden und durch Striche an die vorherigen Aussagen angebunden werden.
Man kann auch noch weitere Runden je nach Thema einsetzen. Danach wird das so entstandene Spinnennetz mit jemand anderem – wenn man es allein erstellt hat – oder in der Gruppe diskutiert und alle Punkte werden auf ihre Relevanz hin überprüft, wobei überflüssige oder falsche Informationen gestrichen werden. Man kann nach diesem Prozess die übrig gebliebenen Informationen in einem neuen Spinnennetz festhalten. Wie beim Mindmap können neben den beschrifteten Kreisen auch Zeichnungen oder Bilder die gesammelten Informationen verdeutlichen. (Stangl W., 2020 – Ideenfindung)
Vorteile des Mind Mapping
Der Hauptgedanke beim Mind Mapping ist eine Verbindung der bildhaften und sprachlichen Darstellung und es entsteht ein Bild, das Begriffe und Inhalte zueinander in Beziehung setzt. Mind Mapping können sogar Kinder sehr schnell erlernen. Da diese Technik im Berufsleben immer häufiger zur Visualisierung eingesetzt wird, sollte Mind Mapping so früh wie möglich erlernt und in die eigene Arbeitsweise eingebaut werden. Durch Mind Mapping können Ideenansätze übersichtlich und sogar platzsparend dargestellt werden, die strukturellen Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen werden deutlich, zudem entspricht Mind Mapping teilweise der Arbeitsweise des Gehirns. Mit Mind Mapping wird die Kreativität angeregt, denn die Arbeitsweise ist spielerisch und man bekommt Lust, immer mehr Ergänzendes zu einem Thema herauszufinden.
Die Regeln des Mind Mapping:
- Weisses, unliniertes Papier verwenden, idealerweise ab Format A3.
- Um mehr Platz zu haben, sollte das Papier quer verwendet werden.
- in der Mitte des Blattes beginnen.
- ein Bild zeichnen, dass das zentrale Thema der Mindmap darstellt
- mindestens drei Farben verwenden.
- über die Hauptthemen (entsprechende Problemstellung) nachdenken. Diese Themen/Punkte mit einem Wort in Blockschrift auf einen Hauptast schreiben. Hauptäste sind Äste, die mit dem Mittelpunkt verbunden sind und zum Mittelpunkt hin dicker werden.
- weitere Hauptäste hinzufügen und mit weiteren Themenpunkte ergänzen.
- eine zweite Gedankenebene wird in Form von Zweigen hinzugefügt. Zweige sind mit den Hauptästen verbunden und dünner gezeichnet als die Hauptäste.
- je nachdem, wie sich die Ideen entwickeln, werden eine dritte und vierte Gedankenebenen hinzugefügt. Bei der Gestaltung des Mindmaps Schlüsselworte, Pfeile und Codes verwenden. Wenn Bilder verwendet werden, sollten diese dreidimensional gezeichnet werden.
- einzelne Hauptäste und deren Verzweigungen können eingerahmt werden, sinnvollerweise mi verschiedenen Farben und/oder Stilarten.
Manchmal kann es sinnvoll sein, ein Mindmap abseits dieser Regeln zu gestalten. Wichtig ist immer der Spass, den die Arbeit an der Mindmap liefert, denn die ist verantwortlich für die Motivation, bei der Sache zu bleiben und neue Variationen und Gestaltungsmöglichkeiten auszuprobieren (Stangl W., 2020 – Ideenfindung).