Weshalb ein Geschäftsplan wichtig ist?

Autor: Alexander Disler

Haben Sie sich auch schon gefragt, weshalb ein Geschäftsplan (Businessplan) wichtig ist?

Was versteht man schon wieder exakt unter einem Geschäftsplan?

Unter einem Begriff Geschäftsplan (Businessplan) versteht man eine schriftliche Zusammenfassung der strategischen und operativen Planung eines Unternehmens.

In der Praxis werden Geschäftspläne vor allem bei einer Unternehmensgründung (Startup) erstellt. Aus strategischen Überlegungen sollten jedoch auch bestehende Unternehmen einen jährlichen Geschäftsplan oder eine Jahresplanung erarbeiten und umsetzen.

Der Geschäftsplan bei einer Unternehmensgründung (Startup) ist die Grundlage für die Gründung des Unternehmens und zur Bewertung einer Geschäftsidee. Kreditgeber verlangen entsprechende Unterlagen, um das Risiko ihrer Kredite abschätzen zu können.

Geschäftspläne innerhalb von bestehenden Unternehmen

Geschäftspläne werden auch innerhalb von bestehenden Unternehmen entwickelt, dies bei möglichen nachstehenden Veränderungen (als mögliche Beispiele):

Auch in bestehenden Unternehmen möchte die Geschäftsleitung oder das Kader die Wirtschaftlichkeit, Rentabilität oder Amortisationszeit erkennen, Chancen/Gefahren und Stärken/Schwächen (SWOT) einschätzen und wissen, welche finanziellen und personellen Ressourcen dafür eingesetzt werden müssen. Hierzu wird ein entsprechender Geschäftsplan durch den Initiator erstellt, dieser gilt dann als Entscheidungsgrundlage.

Nutzen eines Geschäftsplans (Businessplans)

Durch die Erstellung eines Geschäftsplan ist der Verfasser gezwungen, sich umfassend über das entsprechende Projekt Gedanken zu machen und alle Fakten zusammenzutragen. Dies beinhaltet auch alle Markt- und Wettbewerbsfragen zu beantworten oder welchen Beitrag damit zum Unternehmenserfolg geleistet werden kann.

Um alle relevanten Fakten zusammenzutragen oder mögliche Ziele mit Massnahmen, Budget und Kontrollmassnahmen bietet sich eine Klausurtagung als ideales Hilfsmittel an.

Ein Geschäftsplan (Businessplan) als «Arbeitspapier» eignet sich hervorragend als Verkaufsinstrument, sei dies gegenüber Kreditgeber oder der eigenen Geschäftsleitung. Dabei gilt es diese Personen vom Projekt oder der Geschäftsidee zu überzeugen, hier kann eine fundierter Geschäftsplan äusserst nützlich sein.

Geschäftsplan für langfristige Entscheidungen

Ein Geschäftsplan lässt sich auch bei längerfristigen Entscheidungen als Hilfsmittel einsetzen, um ausserordentliche Zielsetzungen (welche ausserhalb des Tagesgeschäfts liegen) zu ermöglichen. Dies könnte zum Beispiel bei den folgenden Situationen sinnvoll sein:

  • Firmenübernahme / Fusion / Kooperation
  • Nachfolgeregelung / Neugründung (z.B. für eine Geschäftseinheit)
  • Business Reengineering / Strukturänderung / Neuausrichtung
  • Produkteinführung / Expansion in andere, neue Märkte / Exportmärkte
  • Kapitalerhöhung / Börsengang
  • Beizug von externen Kreditgebern / Unterstützung durch öffentliche Fördermittel
  • u.v.m.

Inhalt eines Geschäftsplans

Ein Geschäftsplan kann ein sehr umfangreiches Dokument sein. Der rudimentäre Aufbau eines Geschäftsplans ist wie folgt aufgebaut:

Unternehmensgründung (Startup) Bestehendes Unternehmen
  1. Deckblatt
  2. Management summary: Geschäftsidee, Vision, Strategie, Zielsetzung, Management, Produkte, Markt, Finanzplan
  3. Unternehmensform
  4. Management und Mitarbeitende
  5. Produkte und Leistungen
  6. Märkte / Absatzmärkte
  7. Marketingplanung
  8. Unternehmensrisiken
  9. Produktion und Infrastruktur:
  10. Diverses, wie Patent- und Markenschutz
  11. Terminplan
  12. Finanzplan / Budget
  13. Kontrolle
  1. Deckblatt
  2. Verteiler
  3. Management-Summary
  4. Märkte
  5. Externe Faktoren
  6. Umsatzbudget
  7. Zielsetzungen mit Hauptmassnahmen, Budget, Kontrolle und Verantwortlicher über das Gesamtunternehmens
    7.1 Zielsetzungen pro Bereich
  8. Ausbildungsplan
  9. Infrastrukturplan
  10. Terminplan
  11. Budget
  12. Kontrolle
  13. Anhänge

Folgende Hauptinformationen sollten im Geschäftsplaner erarbeitet werden:

  • Projektidee / Geschäftsidee
  • Analyse zum Markt, Teilmärkte, Kunden, Anwender, Mitbewerber, Produkten, Absatzkanäle, Partner, Lieferanten, Marktkennzahlen, Trends
    daraus abgeleitet eine gesamtheitliche Analyse (SWOT)
  • Zielsetzungen in Bezug zu den bestehenden Unternehmensziele, daraus abgeleitet die Projektziele des Geschäftsplans
  • das Geschäftsmodell
  • Massnahmen, mit den Geschäftsprozessen, notwendigen Ressourcen, dem Marketing-Mix (Leistungs-Mix, Kommunikations-Mix, Distributions-Mix),
  • Budget mit Planungsdaten zu Absatz, Umsatz, Kosten (Investitionen), Erlösmodell, Rentabilität und den möglichen Kapitalbedarf
  • Wirtschaftlichkeit des Projekts, Gewinn, Cashflow (EBIT) oder Amortisation (ROI), Kosteneinsparungen, Kosten, Investitionsrechnung
  • Kontrollmassnahmen
  • wichtigste Einflussfaktoren aus den Bereichen Technologie, Umwelt, Soziales, Recht, Compliance, Wirtschaft, Politik
  • Szenarien oder Alternativen (Best- und Worst Case)

Weshalb ein Geschäftsplan wichtig ist?

Wenn man ein neues Unternehmen gründet (Startup) oder umfassende Veränderungen im bisherigen Geschäft (Business Reengineering) vornimmt, ist gut beraten einen Geschäftsplan zu erstellen. Nur allein mit einer guten Idee ist es nicht gemacht. Neben einer sorgfältigen Vorbereitung ist der Geschäftsplan das Instrument, um Kreditgeber oder Geschäftsleitung zu überzeugen.

Weitere Punkte, die für die Erstellung eines Geschäftsplans sprechen sind:

  1. Prüfung der Geschäftsidee / des Projekts
    Durch die Erstellung und das Ausformulieren des Geschäftsplans werden mögliche Schwachstellen, Lücken oder Widersprüche sichtbar, so dass vor der Ausführung Korrekturen angebracht werden können. In einem Geschäftsplan werden alle Ansätze, Massnahmen als Ganzes betrachtet, so fallen Ungereimtheiten besser auf.
  2. Marktanalyse
    Durch die Erstellung eines Geschäftsplans ist man «gezwungen» die gesamte Marktsituation zu analysieren, sei dies durch eine gesamtheitliche Analyse (SWOT) oder in Teilbereichen zum Markt, den Teilmärkten, dem Kunden, der Anwender, den Absatzkanälen, den Marktkennzahlen (wie Marktvolumen, Marktpotential usw.), den Trends, den Kundenbedürfnissen u.v.m.
    Dies ermöglicht die Idee, das Produkt oder die Dienstleistung noch exakter auf die Bedürfnisse anzupassen.
  3. Mitbewerber
    Auch die Analyse der Mitbewerber eröffnet neue Erkenntnisse, die mit der Erstellung des Geschäftsplans einhergehen. Dies schärft die eigene Positionierung.
  4. Struktur
    Der Geschäftsplan strukturiert die geplanten Ziele und Massnahmen, bringt eine Übersicht in die Ressourcen und dem eigentlichen Terminablauf. Der Geschäftsplan «erzwingt» eine strukturierte Beantwortung der entsprechenden Kapitel, in welcher Reihenfolge die Kapitel abgearbeitet werden, ist dabei nicht so wichtig.
  5. Integration
    Sinnvollerweise wird ein Geschäftsplan nicht in der «stillen Kammer» (= allein) erarbeitet, sondern in einem interdisziplinären Team besprochen, erarbeitet und verfeinert. Hierzu eignet sich auch hervorragend eine Klausurtagung, an welcher die wichtigsten Ansätze besprochen werden.

Fazit: Investieren Sie Zeit in Ihren Geschäftsplan.

Die Erstellung eines Geschäftsplans ist zwar mit viel zeitlichem Engagement verbunden, er ist jedoch auch ein Wegbegleiter und ein praktisches Strukturgeber.
Durch die Planung werden Schwachstellen, Lücken oder Widersprüche frühzeitig erkannt. Integrieren Sie noch zusätzliche Teammitglieder, wie mit einer Klausurtagung, in den Prozess mit ein, so wird Ihnen der Erfolg mit Ihrer Idee, Geschäftsidee oder einer neuartigen Leistung sicher sein.
Zudem sparen Sie Nerven und Geld, weil Sie dadurch strukturierter und zielgerichteter Vorgehen.

 


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