Share-of-Wallet

= Liefereigenanteil

Unter dem Begriff Share-of-Wallet versteht man eine Kennzahl in %, welche angibt, wie hoch der Anteil eines Unternehmens als Lieferant am gesamten Einkaufsvolumen des belieferten Kunden ist.

.                                          Umsatzvolumen des Lieferanten mit dem Kunden
Share-of-Wallet in % =  ————————————————————————–  x 100
.                                                     Gesamtes Einkaufsvolumen des Kunden

Markteffizienz

= effiziente Märkte

Unter dem Begriff Markteffizienz versteht man in der Volks- oder Finanzwirtschaft, dass Angebot und Nachfrage auf einem Markt im Gleichgewicht sind und zu einer effizienten Ressourcenallokation und dadurch zu einem volks- oder finanzwirtschaftlichen Optimum führen. Märkte sind effizient und selbstregulierend.

D2C = Direct-to-Consumer

= Direkt zum Konsumenten

Unter dem Begriff D2C versteht man den direkten Verkauf (direkter Absatzweg) eines Herstellers an den Kunden und Konsumenten. Der Hersteller liefert ohne Zwischenhandel seine Produkte an den End-Konsumenten und hat damit die gesamte Kontrolle über den Verkaufsprozess. Bei einem E-Shop spricht man z.B. von D2C.

B2C (= Business-to-Consumer) ist im ähnlichen Kontext zu verstehen, wobei bei B2C vielfach noch einen Zwischenhändler (Detailhändler oder Grossist) eingeschalten wird.

 

Unboss

= das Gegenteil eines klassischen Boss (Chef)

Unter dem Begriff «Unboss» versteht man einen Führungsansatz, der eine Führungskultur beschreibt, welche das komplette Gegenteil zu einem konventionellen, traditionellen «Boss» (Chef) ist. «Bosse» arbeiten mit Macht, «Unbosse» mit Werten. Chefs treffen Entscheidungen und erteilen Befehle, «Unbosse» inspirieren Menschen zum Denken, Entscheiden und Verfolgen eines gemeinsamen Ziels. «Unbosse» konzentrieren sich mehr auf den Effekt als auf den Gewinn, verdienen mit ihren Unternehmen aber dennoch oft mehr als herkömmliche Unternehmen. «Unbosse» bezieht sich auf eine Person (den Unboss), eine Philosophie (Unboss) und einen Prozess (zum Unboss’en). Der Ansatz stellt das herkömmliche Verständnis von Management und Arbeit auf den Kopf. Dadurch macht sie Mitarbeiter zu Partner, macht Büros und feste Arbeitszeiten überflüssig und macht Kunden zu Verkaufs- und Servicemitarbeitern.
Bei diesem Führungsansatz wird eine Organisation in eine zielbewusste, soziale Instituation transferiert. Die Führungskräfte, inkl. das Topmanagement, sind dabei ein integrativer Teil der Organisation und nicht deren übergeordneten Führer.

Der Begriff wurde von Lars Kolind und Jacob Bøtter im gleichnamigen Buch «Unboss» entwickelt und definiert.

Novartis bekennt sich öffentlich zu dieser Führungskultur.

OKR = Objectives and Key Results

= Ziele und wichtige Ergebnisse

Unter dem Begriff OKR versteht man eine innovative Führungsmethode, welche besonders in agilen Unternehmen angewendet wird. Dabei werden Teams oder Mitarbeiter auf der Basis von gemeinsam entwickelten Zielen und daraus abgeleitet mit den anzustrebenden wichtigen Ergebnissen geführt.

Nach dieser Führungsmethode wird u.a. bei Google, LinkedIn oder Twitter geführt.

D.I.N.K.

= Double Income No Kids (= doppeltes Einkommen, keine Kinder)

Unter dem Begriff DINK versteht man eine Kundensegmentierung, welches Paare bezeichnet, welche zwischen 25-45 Jahre alt sind, welche noch keine Kinder haben oder kinderlos bleiben wollen.

Da beide Paare berufstätig sind, verfügen sie über ein entsprechend hohes (doppeltes) Einkommen und gelten aus Sicht des Marketings als interessante Zielgruppe.

Siehe auch: H.E.N.R.Y.’s
Siehe auch: Smobies

H.E.N.R.Y.

= High Earners, Not Rich Yet (= gut verdienend, (noch) nicht reich)

Unter dem Begriff HENRY versteht man eine Kundensegmentierung, welches Menschen sind, die zwischen CHF 100’000 bis 250’000 pro Jahr verdienen, aber sich trotzdem «pleite» fühlen.

Besonders viele HENRY’s sind dabei in der Generation der Millennials. Sie zeichnen sich durch einen relativ luxuriösen Lebensstil aus, den sie auch gegen Aussen zeigen.  Dabei übernachten sie gerne in Luxus- und Designer-Hotels, shoppen gerne, verfügen über ein Fitness-Abo, haben vielfach zwei Wohnsitze, machen gerne Kurzferien oder konsumieren andersweitige Luxus-Produkte oder Dienstleistungen.

Da das meiste Einkommen verkonsumiert wird, besitzt das Kundensegment HENRY über wenig Ersparnisse, obwohl sie ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen.

Siehe auch: D.I.N.K.’s
Siehe auch: Smobies

RQ = Robotics Quotient

= Robotik Quotient

Unter dem Begriff «Robotics Quotient» (RQ) versteht man die Messung der Fähigkeit von Einzelpersonen oder Unternehmen, sich an automatisierte Prozesse von Roboter anzupassen, um mit ihnen zusammenzuarbeiten oder Geschäftsergebnisse zu generieren. Oder vereinfacht ausgedrückt, wie geht der Mensch mit der Maschine (Robotik) um.

Die Robotik revolutioniert den Arbeitsplatz des Menschen. Der RQ misst die Fähigkeit mit Robotern* effektiv zusammen zu arbeiten, denn dies wird schon bald eine wichtige Fähigkeit sein

Die RQ besteht aus 39 Kriterien und wurde von Forrester Research entwickelt.

* = dies umfasst Software wie Robotik-Prozessautomatisierung, KI (Künstliche Intelligenz), physische Robotik und verwandte Systeme.

Flywheel Effect

= Schwungrad Effekt

Unter dem Begriff «Flywheel Effect» versteht man einen Management-Strategieansatz von Jim Collins (Strategie-Berater und Buchautor). Der Strategieansatz beschreibt, in der Analogie zu einem Schwungrad, der massiv notwendige Kraftakt des Managements in einem Unternehmen um Neues anzustossen (vergleichbar mit der notwendigen Energie um ein Schwungrad in Bewegung zu setzen). Ist das Schwungrad in Bewegung, so reicht bereits eine geringe weitere Energie um das Schwungrad zu beschleunigen, so entwickelt sich eine Eigendynamik im Unternehmen (Phänomen eines sich selbst verstärkenden Zyklusses).

Amazon verwendet u.a. diesen Strategieansatz.

Buch zum Flywheel Effect: Good to Great von Jim Collins