Digitale Verbindungsmuster | Digitale Schnittstellen |

Autor: Alexander Disler

Folgende Arten von Schnittstellen und Verbindungsmuster gibt es in der digitalen Welt.

Arten der Schnittstellen:

Mensch: Dies ist der User, der Kunde, der Nutzer.
Aktoren:

 

 

 

 

 

 

 

Aktoren sind Hilfsmittel in die physische Welt und führen dabei meistens mechanische Bewegungen aus.

Umgangssprachlich werden Aktoren auch als Roboter bezeichnet. Mittels elektrischen Impulsen werden Aktoren gesteuert (die Aufbereitung der Daten erfolgt meistens digital mittels entsprechender Software).

Zum Beispiel: Elektronische Schlüssel in Hotelzimmertüren. Der Motor (Aktor) öffnet das Schloss, nachdem über die entsprechende digitale Karte, der Software und dem zentralen Rechner (Computer) das entsprechende Freigabesignal zur Türöffnung digital gesendet wurde.

Sensoren:

 

 

 

 

 

 

 

Sensoren spielen eine immer bedeutendere Rolle bei der Entwicklung innovativer digitaler Geschäftsmodelle.

Sensoren können heute nicht nur Druck, Temperatur, Kraft, Niveau, Geschwindigkeit, Bewegung, Annäherung, Energieverbrauch und vieles mehr messen, sondern auch intelligente Schallsensoren (Mikrofone), Infrarot-Wärme-Kamera (Bildsensoren), GPS- Sensoren, Trittfrequenz-Sensoren, usw.

Sensoren werden in immer weiteren Geräten (Haushaltsgeräten, Autos, Häuser, usw.) verbaut. Damit die Daten überhaupt ausgewertet werden können benötigen diese Sensoren standardisierte Software.

Softwareagenten: Die menschlichen Eingaben (zum Beispiel Eingabe über das Smartphone) plus die entsprechenden Daten der Sensoren (Big Data) werden mittels einer Software verarbeitet. Ohne Software würden die Sensoren und Aktoren nicht funktionieren.

Jede Art der Schnittstelle produziert eine Fühle von strukturierten und unstrukturierten Daten, die geloggt, gesammelt, gespeichert, kopiert und analysiert werden. Dies wird auch Big Data bezeichnet.

 

Verbindungsmuster:

Mensch-zu-Mensch

Eines der häufigsten verwendete Beziehungsmuster, welches auch am einfachsten nachvollzogen werden kann. Dies weil es für uns selbst am besten erfahrbar und damit erkennbar ist. Wir nutzen es selbst aktiv und können es auch selbst einfach beeinflussen. Die handelsüblichen E-Mail-Programme sind auf diesem Beziehungsmuster aufgebaut. Die Idee dahinter besteht darin, dass wir Menschen Nachrichten austauschen möchten. Der Nutzer gibt über die Aktoren (Tastatur) oder Sensoren (Mikrofon, Touchscreen oder Maus) Daten ein und versendet diese anschliessend. Andere IT Plattformen (Cyber Physische Systeme) sind Galaxus, eBay, Amazon, Immoscout24 und viele weitere.

Menschen stellen Leistungen, Produkte, Dienstleistungen, usw. auf diese entsprechenden Plattformen und tauschen diese untereinander aus. Das Modell wäre ohne echte und aktive Menschen zum Scheitern verurteilt.

Maschine-zu-Mensch

Zeigt die Interaktion zwischen einem Softwareagenten und dem Menschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Dateien und Informationen zuerst vom Mensch eingegeben wurden oder ob der Softwareagent die entsprechenden Daten gesendet hat. Das Funktionsprinzip ist so, dass die eingegebenen Daten vom Softwareagenten, gemäss der Anfrage, abgearbeitet und danach dem anderen Partner als Ergebnis wieder zugesandt werden. Der Softwareagent ahmt menschliches Verhalten nach und arbeitet relativ autonom.
Beispiele sind unter anderem Online-Broker-Modelle (Kauf und Verkauf von Aktien). Der vom Kunden (Mensch) eingegebene Auftrag wird von einem Softwareagenten durchgeführt, dadurch entfällt ein Bankmitarbeiter der bis anhin den Auftrag entgegengenommen und abgearbeitet hat. Andere Geschäftsmodelle sind zum Beispiel Suchagenten welche den «besten Preis suchen».

Anstelle von Softwareagenten können auch Sensoren eingesetzt werden. Beispiel: Wetter-Apps funktionieren beispielsweise nach diesem Modell. Der Sensor erfasst die entsprechenden vor Ort-Daten und stellen sie über eine App dem Nutzer zur Verfügung.

Mensch-zu-Maschine

Der menschliche Akteur steuert mit Hilfe einer Software einem Aktor, also greift   steuernd oder aktivierend in einen Prozess ein. Dieses digitalen Geschäftsmodelle werden sich in den kommenden Jahren deutlich entwickeln. So zum Beispiel im Bereich der Smart Home Anwendungen, wo der Kunde mittels APP seine Waschmaschine starten kann, seine Heizung regulieren kann, Licht einschalten kann oder gar seine Wohnung mittels installierte Kamera jederzeit überwachen kann.

Maschine-zu-Maschine   =  Multiagentensysteme.

Im Bereich der digitalen Geschäftsmodelle entwickelt sich dieses Modell äusserst rasant. Multiagentensysteme sind meistens sehr komplex und erfordern ein umfassendes Konzept. Diese Systeme bestehen meistens aus einem Zusammenschluss von mehreren Softwareagenten und mit oder ohne Sensoren oder Aktoren, die autonom und/oder kollektiv Probleme lösen. In diesen Systemen spielt der Mensch nur noch eine Rolle, wenn dieser beauftragend eingreifen muss, eine Installation durchführen muss oder ein Gerät konfigurieren muss.

Navigationssysteme sind hierbei ein gutes Beispiel. Heutige Navigationssysteme, wie TomTom, führen den Nutzer mittels GPS nicht nur an den richtigen Zielort, sondern senden auch die entsprechenden Bewegungsdaten an einen Softwareagenten.

Dies gilt nicht nur für Navigationsgeräte, sondern auch für Smartphones, welche zum Teil ohne Wissen des Nutzers, laufend Daten an den entsprechenden Hersteller sendet. Diese Bewegungsdaten werden laufend ausgewertet und den entsprechenden Nutzern wieder zur Verfügung gestellt, zum Beispiel in Form von Stausituationen. Dadurch lässt sich ein exaktes Bild der Verkehrslage darstellen.
Je mehr Navigationssysteme im Betrieb sind, desto mehr Daten stehen zur Verfügung und umso exakter die Gesamtsituation.

Beispiel: Heute sind aber noch weitere «Maschinen zu Maschinen»-Modelle im Einsatz die vollkommen unabhängig über Multiagentensysteme funktionieren. Hierzu benötigt man den Einsatz von Sensoren, das Modell mutiert zu «Sensor zu Sensor». Selbstfahrende Autos gehören zu diesem Modell. Oder der heutige Hochfrequenz-Börsenhandel.

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