Sharing Economy / E-Plattformen / Cyber-physische Systeme

Autor: Alexander Disler

Durch die Sharing Economy wurde weltweit eine Vielzahl von digitalen Community-Plattformen geschaffen, welche die Kunden und Anbieter sehr effizient miteinander verbinden. Die EU schätzt das Marktpotenzial auf rund 570 Mia. Euro (bis 2025). Das heutige Marktvolumen im 2016 wird erst mit 28 Mia. Euro beziffert. Laufend kommen neue Plattformen (Anbieter) und Marktgebiete hinzu. Nachstehend die wichtigsten Bereiche und Beispiele von Anbietern aus der Sharing Economy:

Cyber-Physische-Systeme / E-Plattformen
Cyber-Physische Systeme / E-Plattformen/ Sharing Economy
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Die obenstehende Liste der Share-Economy ist nicht umfassend und unterliegt einem starken Wandel, da laufend neue Start-ups hinzukommen und aber auch Unternehmen am Markt scheitern.

Mit der Share-Economy findet ein gesellschaftliches Umdenken statt, anstelle von reinem Konsum (mit Besitztum) sollen die Güter / Produkte genutzt werden. Statt Luxus wünschen sich die zwischen 1980 und 2000 Geborenen, die sogenannte Generation Y, mehr Zeit für sich. Statt Eigentum anzuhäufen, wollen sie vor allem Erlebnisse und Beziehungen pflegen, denn Besitz und Status bedeuten auch Last.

Diese Plattformen bedingen offene Systeme, damit die Daten uneingeschränkt ausgetauscht werden können. Dies führt dazu, dass Unternehmen, welche die digitale Transformation aktiv angehen wollen, ihre IT-Infrastruktur ausbauen bzw. nachrüsten müssen. Es gilt dabei, grössere Mengen an Daten (Big Data), Systemen, Geräten, Funktionen und Prozessen zu managen. Heutzutage ist die Mehrheit der bestehenden Systeme, Geräte (wie Maschinen) und Kommunikationssysteme in sich geschlossen und diese verrichten klar festgeschriebene und vorgegebene Aufgaben in einem exakt definierten Kontext. Durch eine Flexibilisierung, Öffnung und Vernetzung der Systeme entsteht der Nutzen für Unternehmen. Erst durch diese Öffnung ist es den Unternehmen möglich, das benötigte Datenmaterial für die digitale Transformation zu generieren.

Grafische Darstellung der digitalen Transformation
Grafische Darstellung der digitalen Transformation
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Damit eine Kommunikation zwischen der realen und der digitalen Welt möglich ist, werden die physischen Güter und Geräte mit entsprechender Sensorik (Sensoren, Aktoren, Prozessoren und Software-Komponenten) und einer digitalen Identität ausgerüstet. Diese «intelligenten» (smarten) physischen Güter und Geräte (IoT) werden anschliessend verknüpft. Dabei werden die entstehenden Daten, Prozesse, Funktionen und das Management zu einer digitalen Steuerungseinheit. Was früher eine Mensch-Maschinen-Schnittstelle war, die häufig fehleranfällig war, wird zur Maschinen-Maschinen-Schnittstelle. Dadurch ist eine Vernetzung der Prozesse gewährleistet und neue Prozesse (Abläufe) werden in einer digitalen Welt umgesetzt. Systeme, die sich selbst organisieren und mittels künstlicher Intelligenz selbstständig Entscheidungen treffen, werden den Begriff der Produktion (Industrie 4.0) revolutionieren. Die Vernetzung führt auch zu einer Effizienzsteigerung und einer höheren Prozesssicherheit, zudem sinken die Transaktionskosten. Somit kann man Produkte und Leistungen kostengünstiger im Markt anbieten. Aus den offenen CPS-Plattformen lassen sich neue Geschäftsprozesse ableiten, da jeder Konsument/Nutzer seine Leistungen individuell selbstständig zusammenstellen kann.
Die digitale Transformation verlangt ein interdisziplinäres Vorgehen, die einzelnen Fachgebiete verlieren dabei ihre bisherigen Bedeutungen. Die digitale Transformation ist weit mehr als ein IT-Thema und nicht nur auf Informatiker beschränkt. Eine neue Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Bereichen (wie Verkauf, Technik, Marketing oder IT) ist nötig, wie auch interdisziplinäre Teams mit neuartigen Strukturen und Regeln.

Daraus werden noch nie dagewesene Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle entstehen.

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